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Plot
#1
Unser letzter Zeitsprung fand am 27. November 2016 statt.
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#2


It's the dawn of a new day
Anything goes from now
European Cup Finale - Strafverfolgung sucht Zeugen

In den Ermittlungen zum Finale des European Cups sucht die Abteilung für magische Strafverfolgung dringend Zeugen. Wer Angaben zum Tathergang machen kann, soll sich umgehend mit dem Ministerium in Verbindung setzen. Die Ermittler fragen insbesondere, wer hat:
  • Personen dabei beobachtet, wie sie Maske und dunklen Umhang anlegen?
  • beobachtet, wie Unbefugte versuchten, sich Zutritt zu den Mannschaftsräumen zu verschaffen?
  • vor Spielbeginn mit Mitgliedern des norwegischen Teams gesprochen?
  • im Kampf oder auf der Flucht einen der Angreifer verletzt?
Die Strafverfolgung verspricht im Falle einer Meldung Straffreiheit in Bezug auf MRL 09.
Es ist nicht der erste Aufruf dieser Art, der seit dem Quidditchspiel in den Zeitungen erscheint. Insbesondere ist es natürlich der Tagesprophet, der sich hier zum Sprachrohr des Ministeriums macht und auch am 10. Juli des Jahres 1979 die Meldung direkt auf der Titelseite platziert hat. Da, wo sie jetzt kaum einer lesen kann. Nieder mit den Blutsverrätern prangt quer darüber. In der gleichen, rot-verschmierten Schrift, die man aus der Winkelgasse kennt.
Das ist keine Absicht, kein Teil eines Artikels. Das ist ein Anschlag. Auf die heutige Ausgabe des Tagespropheten. Auf die Gesellschaft.
Doch sie sieht nur, wer die Zeitung abonniert hat und sein Exemplar gleich nach Hause geschickt bekommt – oder früh unterwegs war. Seit 6:30 Uhr ist in ganz Großbritannien keine heutige Ausgabe verfügbar. Es gibt sie einfach nicht.
Und damit entgeht den Mutigen, den Engagierten, dass ihnen zumindest Straffreiheit versprochen wird, wenn sie jetzt der Strafverfolgung helfen. Dabei war das Gegenteil doch eine der ersten Ministeriumsreaktionen nach dem Angriff:

Konsequenzen für Behinderung der Justiz
09.
ERLASS

veröffentlicht im Juni 1979
Bei Behinderung der Justiz und Verstößen gegen Erlass 08 dürfen Ordnungsmaßnahmen ohne weiteres Verfahren verhängt werden. Es liegt im Ermessen des Strafverfolgungsmitarbeiters, die Schwere der Situation einzuschätzen und abhängig davon Maßnahmen zu ergreifen. Geldbußen sind ebenso eine Option wie die befristete Abgabe des Zauberstabs. Zuwiderhandlung zieht härtere Maßnahmen nach sich.

„Nie wieder“ war ein naheliegender Gedanke und machte es einem leichter, zurückzukehren. Zurück zum Alltag. Für die meisten Zauberer und Hexen Großbritanniens hat dieser schon einen Tag nach dem European Cup des Quidditch weitergehen müssen. Nicht nur, weil Kinder versorgt werden wollten oder das Geld doch nicht auf Bäumen wächst. Es war auch nötig gewesen, um das eigene Wohl zu beschützen. Der Gefahr, die draußen lauert, nicht noch mehr das Spielfeld zu überlassen.

Für all jene, die Zuhause sind und ihre Lieben um sich versammeln können, für Familien, ist es einfacher, weiterzumachen wie zuvor. Schrecken und Angst zu verdrängen, sie nicht Realität werden zu lassen, nimmt der Situation die Dringlichkeit. Wie kann man sich auch auf die eigenen Albträume konzentrieren, wenn Kinder nichts anderes machen wollen, als die Welt zu erkunden? Gerade in den Ferien kann man sie nicht anbinden. Es gibt keine Erklärung, die dieser Gefahr gerecht wird. Selbst wenn es diese gäbe, würde es etwas ändern? Wohl kaum, da es so viel einfacher ist, sich auf das eigene Leben zu konzentrieren und dieses zu kontrollieren, wenn alles andere ins Chaos stürzt.

Für andere ist es ihre Normalität, mit diesem Chaos, Leid und Tod umzugehen. Heilmagier müssen nicht mehr nur heilen, sondern auch trösten, aufbauen und Familie sein. Es liegt mit ihrer Macht, wie sich die Gesellschaft entwickelt. Entlässt man Menschen, die immer noch vor ihrem eigenen Schatten Angst haben? Menschen, die wohlmöglich erst zaubern und dann nach Freund oder Feind fragen?
Macht es dabei einen Unterschied, dass das Ministerium sich auch um seine toten Mitbürger zu kümmern versucht?

Empfehlung zu Totenverbrennung
11.
ERLASS
veröffentlicht im Juli 1979
Aufgrund jüngster Ereignisse empfiehlt das Ministerium, tote Angehörige vor der Bestattung zu verbrennen. Im Interesse von Verstorbenen sowie ihren Freunden und Familienmitgliedern sollte bevorzugt auf diese Möglichkeit zurückgegriffen werden, um Leichenschändung zu verhindern.

Schützen kann es doch eh niemanden. Der beste Beweis? Nicht mal der Jugend, den Studenten, ist ihr Alltag noch vergönnt. Das gilt wenigstens für Studenten der Heilmagie. Es war immerhin ihr Lehrgebäude was in einem weiteren Angriff zerstört wurde. Plötzlich gab es „die Uni" nicht mehr. Von einem Moment auf den anderen war ihr Leben noch weiter aus den Fugen geraten. Daran ändert auch kaum die Tatsache etwas, dass sie nun in Hogwarts unterrichtet werden. Ohne Schüler dort wird nur noch einmal klarer, dass die ganze Situation nichts von Alltag hat.

Stattdessen muss man sich von Auroren kontrollieren, ausfragen lassen – und nicht jeder weiß so richtig, was sie eigentlich von einem erfahren, während sie einen ansehen oder durch die Papiere blättern. Natürlich, der Erlass bezog sich auf Hit-Wizards. Aber wahrscheinlich war es nur ungenau formuliert:

Erweiterte Befugnisse für Hit-Wizards
10.
ERLASS
veröffentlicht im Juni 1979
Die ministerielle Spezialeinheit der Hit-Wizards wird die Auroren künftig bei der Ermittlungsarbeit unterstützen. Zu diesem Zweck ist es ihnen erlaubt, Legillimentik gegenüber Verdächtigen und Opfern einzusetzen. Es bedarf keiner schriftlichen Einwilligung dieser Personen.

Erst, um die Kinder zu beschützen und zu informierten – jetzt um die Studenten zu kontrollieren, sind seit Wochen Auroren in Hogwarts. Sie werden förmlich mit Geringfügigkeiten beschäftigt, während ihre eigentlichen Aufgaben – die, über die öffentlich nicht geredet wird – immer weiter in den Hintergrund geraten: Die Schutzzauber zu retten und zu erneuern, den Übeltäter zu finden. Und viel zu oft müssen sie plötzlich weg, zu einer anderen Gruppe Auroren hinzustoßen. Zu jener, die so etwas wie ein Zuhause kaum mehr kannte. Es gab nur noch ‚vor dem Anschlag‘, keine Zeit etwas zur Ruhe zu kommen.
Die Frage, ob man für seinen Beruf sterben würde, hätte immer theoretischer Natur bleiben sollen. Ist es jedoch längst nicht mehr. Und wer jetzt kündigt, wer jetzt geht, unterschreibt nur das Todesurteil derjenigen, die bleiben.

Anschläge variieren dabei so sehr, dass selbst dieses Chaos schon wieder Alltag ist. Die Zerstörung, welche man in der Winkelgasse nach einer scheinbar ruhigen Nacht findet, ist genauso zur Normalität geworden, wie die Parolen. Liest sie noch jemand? Sie scheinen doch immer nur neue Anschläge vorherzusagen. Für jeden, der sie versteht, könnten sie die Rettung sein.
Das Wissen, wann ein Rückzug sinnvoll war, schadete nie. Nur für Journalisten war dies keine Option. Ihr Leben besteht daraus, die Wahrheit aufzudecken und publik zu machen. Ganz egal wie unbeliebt sie sich damit machen. Egal, welche Alltag sie damit ins Wanken bringen. Dass gerade der Tagesprophet sich als Opfer eines Anschlags wiederfinden musste, war fast schon etwas wie ein Ritterschlag. Ihre Arbeit ist so gut, dass sich die Gefahr auf die Füße getreten fühlt. Doch wie sammelt man Sympathie, bekommt Hilfe, wenn einem sogar Schadenfreude entgegen schlägt? Es wird zum Alltag, dass Angst sich in Kritik umwandelt. Dass Kritik plötzlich mit Schuldzuweisungen Hand in Hand geht. Vielleicht ist es doch die Presse, welche für all die neuen Verständnisse von Alltag Rechenschaft tragen muss.

    » Es ist der 10. Juli 1979.
    » Es ist noch immer ein beängstigend nebeliger Sommer, doch tagsüber steigen die Temperaturen, da wärmt die Sonne. Aber wer hat schon Zeit, das zu genießen?
    » letzte Nacht war Vollmond.

    » Die Sommerferien der Hogwartsschüler haben inzwischen angefangen. Im Schulgebäude herrscht dennoch Leben: Nachdem ihr eigenes Gebäude in London zerstört wurde, werden die Studenten der Heilmagie vorübergehend hier unterrichtet.
    » Auroren kontrollieren, wer ein- und ausgeht - und sollen sich eigentlich um die maroden Schutzzauber kümmern.

    » Zum Alltag der Bevölkerung gehört inzwischen nicht nur ein furchteinflößender Nebel in den Morgenstunden, sondern auch Hassparolen wie "Tod den Schlammblütern". Vor allen Dingen Inferi schmieren sie nachts mit Blut an die Schaufenster der Winkelgasse.
    » Heute haben sie sich stattdessen die Titelseite des Tagespropheten vorgenommen, aber vermutlich bemerkt man das kaum.

    » Das Ministerium versucht, den Geschehnissen mit neuen Erlassen zu begegnen.
    » Die Presse überschlägt sich förmlich
    » und darüber redet man gerade.
[Bildquelle]
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